15 Fakten über mich

Hallo allerseits,

Um mich besser kennen zu lernen, dachte ich, ich schreibe mal ein paar Fakten über mich.

  1. Ich heiße Lisa Marie. Der Name klingt ganz schön, aber auch ein bisschen langweilig, meiner Meinung nach. Ich habe jedenfalls eine Weile gebraucht, um mich damit anzufreunden.
  2. Ich bin mittlerweile 27 Jahre alt und werde im Februar 28. Das ist gar nicht mehr so wahnsinnig lange hin. Aaaw, ich werde alt. Kaum zu glauben.
  3. Ich kann wahnsinnig kindisch und naiv sein. Und dabei bin ich doch schon 27…
  4. Ich habe einen Master in Linguistik.
  5. Vom Inhalt meines Studiums habe ich sicherlich mehr als die Hälfte wieder vergessen.
  6. Ursprünglich wollte ich ein künstlerisches Studium absolvieren, in Richtung Schauspiel oder Gesang, aber ich bin darin nicht so begabt und es hat leider nicht geklappt.
  7. Ich liebe Operngesang. Singen macht auch total viel Spaß, aber ich bin wie gesagt, nicht so gut darin, was mich zum nächsten Punkt führt:
  8. Das kann manchmal seeehr entmutigend sein. Man muss aber auch nicht in allem gut, sein, das man mag.
  9. Um den zweiten Teil aus 8. zu verstehen und zu verinnerlichen habe ich eine Weile gebraucht.
  10. Ich bin die schlechteste Hausfrau unter der Sonne.
  11. Zu Schulzeiten war ich sehr fleißig, strebsam und perfektionistisch. Meine Noten waren trotzdem nicht allzu gut.
  12. Weshalb ich mich im Studium dazu entschieden habe, beide Augen zuzudrücken. Zumindest im Bachelor hat das ganz gut funktioniert. Für den Master hätte ich mehr tun müssen…
  13. Ich liebe Ballett, aber auch darin bin ich gänzlich unbegabt.
  14. Wenn ich Ballettschuhe trage, fehlt mir noch die Baskenmütze und ich sehe aus wie Olentzero.
  15. Ich liebe Fremdsprachen.

IMG_21975_klein

Das war es eigentlich auch schon grob, was es Interessantes über mich zu erzählen gibt.

Alles Liebe

Lisa

Dinge, die ich nicht (mehr) kaufe und nicht mehr kaufen möchte

Dieser Post enthält Affiliate Links, die entweder direkt im Text auftauchen oder mit einem Stern* gekennzeichnet sind

Guten Tag,

heute möchte ich gerne mal wieder einen kleinen Post zum Thema Nachhaltigkeit verfassen. Ich bin weit von einem nachhaltigen Lebensstil, wie man hier sieht. Dennoch liegt mir dieses Thema sehr am Herzen, denn wir haben nur diese eine Erde und ich möchte diese lebenswert erhalten.

In diesem Post soll es um Dinge gehen, die ich bereits nicht oder nicht mehr kaufe und um Dinge, die ich noch aufbrauchen, aber dann nicht mehr kaufen möchte. Es handelt sich also bei letzterem also um etwas, was ich ausprobieren will. Wahrscheinlich ist das für die meisten nichts neues. Es handelt sich also um einen Zero-Waste (oder besser Less-Waste) für Einsteiger-Post.

Dinge, die ich bereits nicht (mehr) kaufe:

  1. Staubtücher: was ich früher Geld an Einmal-Staubtüchern ausgegeben habe, um Staub zu wischen. Komplett unnötig, da man es auch mit wiederverwendbaren Textilien tun kann. Ich nehme dafür tatsächlich gerne kaputte Perlonstrumpfhosen, die man waschen kann, was mich direkt zum nächsten Punkt führt.
  2. billige Perlonstrümpfe: Bei nicht blickdichten feinen Strümpfen lohnt es sich meiner Erfahrung nach mehr Geld auszugeben, als die günstigsten aus der Drogerie zu nehmen. Denn zum einen sehen sie schöner aus, zum anderen gehen sie weniger schnell kaputt.
  3. Rasierschaum/-gel: Dieses Produkt habe ich noch nie wirklich genutzt. Mir wurde es immer empfohlen, weshalb ich es ab und an kaufte, letztlich aber kaum benutzt habe. Duschgel oder Seife tun es bei mir auch. Alles andere wäre nur zusätzlicher Müll und zusätzliche Ausgaben.
  4. Wattepads: einmalige Wattepads habe ich aus meinem Einkaufskorb verbannt. Ich benutze wiederverwendbare Tücher und Pads aus Baumwolle oder Bambus. Diese findet man zum Beispiel hier: https://amzn.to/2WnUKcl
  5. Frischhaltefolie: ein bisschen davon haben wir noch zu Hause, da wir sie kaum benutzen. Inzwischen nutzen wir Bienenwachstücher*, Silikonplatten oder einfach Teller zum Abdecken. Um Lebensmittel im Kühlschrank frisch zu halten, legen wir sie in eine Dose. Unsere Dosen sind tatsächlich vorwiegend aus Plastik. Mittlerweile sind die stylischen Dosen aus Metall ja modern, die ich tatsächlich sehr schick finde. Wir haben jedoch so viele Dosen aus Plastik, die wir einfach weiterhin benutzen. Das ist ja Plastik, das nicht weggeworfen wird und auch nicht kaputt geht. Ich weiß, dass der gesundheitliche Aspekt bei Plastik auch eine Rolle spielt, weshalb wir sie vielleicht auch peu à peu ersetzen werden. Die Dosen aus Plastik kann man ja auch für anderes verwenden, wie etwa für Stifte oder Kleinkram im Allgemeinen.
  6. Kleidung, die nicht zu 100% perfekt für meine Ansprüche ist: das betrifft in erster Linie Fast Fashion, aber generell geht es um Kleidung, die mir nicht komplett gefällt, die nicht richtig passt oder etwa aus Materialien sind, die nicht so angenehm zu tragen sind. In diesen Klamotten fühle ich mich nicht richtig wohl und so fliegen sie nur in meinem Schrank herum. Auf die Dauer frisst das Geld und Ressourcen.
  7. Konventionelle Kosmetik: Damit meine ich Kosmetik, in denen Mikroplastik enthalten ist, die unter Tierversuchen hergestellt werden, in denen keine natürlichen Zutaten sind, etc…
  8. Trockenshampoo: Zugegeben habe ich das nie richtig intensiv genutzt, aber seit einigen Jahren kaufe ich es nicht mehr. Speisestärke oder Puder kann man genauso benutzen. Die Stärke findet man im Übrigen günstig in Papier verpackt.
  9. Duschgel: Ich weiß nicht, weshalb, aber seit einiger Zeit wasche ich meinen Körper einfach mit meinem Shampoo. Funktioniert genauso.
  10. Foundation: Der Grund dafür ist, dass ich mich viel zu selten Full Face schminke und es deshalb nicht mehr eingesehen habe Foundation zu kaufen. Heute würde ich für einen besonderen Anlass mir vielleicht ein Makeup beim Profi schminken lassen oder zusehen, dass ich sie mir ausleihe.
  11. Abschminkprodukte: Da ich nur wasserlösliche Schminke benutze und das oft auch nur um die Augen, reicht oftmals Wasser, mit dem ich einen Waschlappen befeuchte. Wenn das nicht reicht, verwende ich zusätzlich Mandelöl, z.B. https://amzn.to/2MUGlkP oder in Braunglas verpackt: https://amzn.to/32XOVF0 .
  12. Flaschenwasser (zumindest zu Hause): unser Leitungswasser ist sooo gut und wird so streng kontrolliert. Mehr muss ich dazu nicht sagen.
  13. Plastikspielzeug und elektronisches Spielzeug: Zugegeben, unser Sohn ist noch sehr klein und sicherlich wird es wenn er größer ist Diskussionen geben, bei denen er eindeutig gewinnen wird. Hier ist der Kompromiss zu versuchen die Sachen gebraucht zu bekommen. Das ist zumindest Ressourcen schonender.
  14. Feuchtes Toilettenpapier: habe ich bislang ohnehin nur selten gekauft. Besser ist ein Bidet, was die meisten Haushalte heutzutage in Deutschland nur nicht mehr besitzen. Es gibt aber auch, davon haben die meisten sicherlich gehört, ein mobiles Bidet: https://amzn.to/330x4x2. Der Nachteil ist nur, dass dieses so schlecht sauber zu machen ist. Fürs Wochenbett denke ich, werde ich mir ein neues kaufen.

Dinge, die ich in Zukunft nicht mehr kaufen möchte:

  1. Flüssiges Shampoo: ich möchte mich noch einmal an festes Shampoo wagen. Die Versuche meine Haare mit Haarseife, Alepposeife oder Natron zu waschen sind alle gescheitert. Ich bekam kein schönes Waschergebnis hin. Wenn ein Leserchen hier eine Empfehlung hat, gerne her damit.
  2. Getränke aus der Plastikflasche: Das gilt insbesondere für Wasser. Ja, shame on me. Ich kaufe mir unterwegs zu oft Getränke in der Plastikflasche, weil Madame es nicht gebacken kriegt, ihre eigene Flasche mitzunehmen.
  3. Coffee to go im Wegwerfbecher: Zum Glück gibt es in Konstanz in vielen Cafés ein so genanntes Recup-System, bei dem man gegen ein Pfand wiederverwendbare Becher bekommt, die man einfach zurückgeben kann. Ansonsten gilt das gleiche wie bei Punkt 2: Mir gehört eigentlich der Hintern versohlt, dass ich keinen Coffee to go-Becher mitnehme.
  4. Romane: Sehr viele Romane lese ich einmal und landen dann im Nirvana des Regals und werden nie wieder angeschaut. Dies verbraucht Geld, Ressourcen und Platz. Deshalb möchte ich das Angebot unserer Bibliotheken mehr nutzen. Wenn mich etwas so packt, dass ich es mehrmals lesen möchte, kann ich es ja immer noch kaufen.
  5. Deo: Ich hatte bereits einmal versucht mein Deo selbst zu machen und es ist mir nicht gelungen. Ich habe gerochen wie ein Iltis. Deshalb werde ich mich durch andere DIY-Rezepte testen und dann berichten. Kennt hier jemand ein gutes Rezept?

Das waren meine ersten Ambitionen. Sicherlich wird nach wie vor auch die ein oder andere Sünde in der Liste sein. Aber ich versuche irgendwo anzufangen. Jeder Kaffee im Glas ist ein Kaffee im Pappbecher weniger. Auch das ist ein Schritt.

Was sind eure Tipps?

Passt auf euch auf!

 

 

Ein alter Fashion Post

unbezahlte Werbung

Hallo allerseits,

es mag vielleicht komisch erscheinen, dass ich einen Post veröffentliche, den ich bereits einmal gezeigt hatte, zu der Zeit meines ersten Blogversuchs. Da ich mich gerade aber mit einem Post beschäftige, der etwas mehr Zeit in Anspruch nimmt, einfach weil er sehr persönlich ist. Trotzdem möchte ich diese Woche ein wenig Content bieten. Den Post verfasste ich im Frühjahr 2017, aber da die Farben sehr neutral sind eignet sich das Outfit auch für wärmere Herbsttage. Zudem könnte ich alle gezeigten Teile auch in der Schwangerschaft tragen. Bei Interesse kann ich das auch mal posten. Es handelt sich bei den gezeigten Teilen fast ausschließlich um Second Hand.

FullSizeRender

Fangen wir mal bei den Füßen an: Diese sieht man hier zugegeben sehr schlecht. Ich trage simple schwarze Schuhe mit leichtem Absatz von Gabor. Ich verlinke sie hier, ganz ohne Affiliate-Link. Meine Strumpfhose kommt ganz simpel von dm.

FullSizeRender3

Etwas besonderer ist der Rock, den ich über alles liebe. Dieser ist von einer deutschen Marke namens Fox’s, die in Polen produziert. Bekommen kann man Röcke dieser Art im Internet. In Konstanz bekommt man sie im Cocon, dem Seidenladen in der Hohenhausgasse 4 oder auch im Niederburgladen in der Rheingasse 1. Oben rum trage ich ein simples schwarzes Top von Zero und eine Second Hand Strickjacke von Rosemunde. Diese bekommt man prima in allen Farben und Größen Second Hand bei ubup. Darüber trage ich eine Strickjacke aus Wolle, die ich ebenfalls Second Hand gefunden habe. Den wunderschönen Schal aus cremefarbener Wolle mit Lochstickerei hat eine Freundin von mir selbst gestrickt. Und jetzt wird es ärgerlich: den habe ich inzwischen tatsächlich verloren.

So ähnlich trage ich dieses Outfit des Öfteren. Ein typisches Lisa-Outfit also.

Ich grüße euch herzlich

Zur Stillbeziehung zwischen meinem Sohn und mir

Dieser Post enthält Werbung in Form von Affiliate Links, für die ich eine kleine Provision bekomme. Für den Verbraucher wird das Produkt jedoch nicht teurer. 

Und hier kommt der Post, den ich schon seit Langem verfassen möchte. Natürlich weiß ich, dass es im Internet etliche Stillgeschichten gibt, und dies von deutlich intelligenteren, erfahreneren oder auch alternativeren oder cooleren Müttern als mir. Ich bin weder besonders erfahren, noch besonders klug, noch besonders bedacht in meinem Handeln, noch besonders alternativ, sondern eher sprunghaft, naiv bis kindisch oder gar trotzig. Nur, dass das vorab klar ist, dass meine Entscheidung zu stillen oder meine Methoden mit denen das Stillen klappt besonders bedacht, rational, ökologisch oder allein zum Kindeswohl begründet liegt. Außerdem möchte ich vorab sagen, dass ich niemandes Stillentscheidung bewerte. Ich weiß nicht, was ich in der Situation anderer Mütter getan hätte. Niemand ist eine schlechte Mutter, weil sie nicht stillt oder dies zu kurz oder zu lang tut. Ich weiß aber auch von Hebammen, dass manchen Müttern viel zu schnell zum Zufüttern geraten wird, sei es von Seiten der Hebamme, von Ärzten, von der Familie. Deshalb würde ich jeder unsicheren Mama ans Herz legen sich in solch einem Fall unbedingt eine Zweitmeinung von einer erfahrenen Stillberaterin einzuholen. Von der Präambel nun zu meiner Stillbeziehung. Stillgeschichte kann ich es nicht nennen, da ich noch stille.

Als ich schwanger wurde, war ich mir gar nicht sicher, ob ich stillen soll/möchte oder nicht. Ich hatte ein bisschen was dazu gehört und wusste nicht, ob es Klischees sind. Das waren solche Dinge wie, dass Stillen gut für die Figur sei, dass Stillen anstrengend sei und dass Stillen so sei wie bloßen Knien über den Asphalt gescheuert zu werden. Auch wusste ich nicht, wie lange üblicherweise gestillt wird. In meinem Umfeld hat meine eigene Mama meinen Bruder und mich gestillt. Und das ungefähr acht bis zwölf Monate. Wie lange sie uns voll gestillt hat, weiß ich nicht. Meine Tanten haben auch gestillt. Über die Dauer weiß ich nichts. Zwei meiner Freundinnen haben ihre Kinder über ein Jahr gestillt. Ich hatte vorher also durchaus Kontakte zu stillenden Mamas und hatte keine Scham in der Öffentlichkeit zu stillen. Die Frauen, die ich kannte haben es schließlich auch getan und ich wusste, dass es auch Stillschals gibt um die Brust ein wenig zu verdecken. Nun muss ich auch dazu sagen, dass ich auch Medikamente angewiesen bin, die ich nicht einfach so absetzen kann, die aber in der Stillzeit nicht empfohlen werden. Embryotox sagt dazu, dass es nicht das Mittel der Wahl ist. Tatsächlich habe ich versucht es während der Schwangerschaft abzusetzen um meinem Kind nicht zu schaden und um eventuell stillen zu können, was sich jedoch als kontraproduktiv erwies, sodass ich es in der späteren Schwangerschaft wieder genommen habe und auch noch nehme. Meine erste Hebamme (Ich habe meine Hebamme ungefähr in der 32. Woche gewechselt, da ich mit meiner ersten nicht so klar kam, was aber eine andere Geschichte ist) sagte, ich sollte besser nicht stillen, sondern mein Medikament nehmen. Also stellte ich mich mental schon ein bisschen auf das Nicht-Stillen ein. Hinzu kam, dass es mir psychisch in der Schwangerschaft gar nicht gut ging (auch dazu ringe ich noch mit mir mal etwas zu schreiben) und irgendwann einfach nur dachte, dass mir das Stillen zu anstrengend sein wird. Bei der selben Hebamme habe ich schließlich auch einen Geburtsvorbereitungskurs besucht, in dem wir auch über das Stillen gesprochen haben und einiges zusammengetragen haben, was ich hier nun auch kurz wiedergeben möchte.

Stillen hat viele Vorteile. Hier nur ein paar wenige:

  •  Muttermilch ist die natürlichste Säuglingsnahrung und optimal auf den Nährstoffbedarf des Kindes abgestimmt. Auch sind in ihr Abwehrstoffe enthalten, die das Kind vor Krankheiten schützen. Dies lässt sich durch keine Prämilch nachahmen.
  •  Außerdem ist Muttermilch keimfrei, richtig temperiert und es fällt kein Verpackungsmüll an.
  •  Stillen dient außerdem nicht nur der Nahrungsaufnahme, sondern auch der Intensivierung der Bindung zwischen Mutter und Kind. Der Hautkontakt, der durch das Stillen entsteht beruhigt und vermittelt dem Kind das Gefühl von Wärme und Geborgenheit.
  •  und und und …

Als wir im Geburtsvorbereitungskurs darüber sprachen war für mich eigentlich schon klar, dass ich nicht stillen werde. Meine Hebamme hat es mir zudem nicht zugetraut. Nachdem wir jedoch all diese Vorteile besprochen haben, habe ich mich schon schlecht gefühlt, dass ich nicht stillen werde und mich plagten viele Selbstzweifel.

Nachdem ich schließlich mein Medikament wieder nahm und mich dann auch dazu entschlossen hatte die Hebamme zu wechseln, lernte ich meine neue Hebamme kennen. Diese sagte mir, dass sie viele stillende Mütter kenne, die genau dieses Medikament in höherer Dosis nehmen und dass kein Kind damit Probleme hätte. Ich könne also ruhig stillen. So gab ich also dem Stillen erneut eine Chance.

Dann wurde mein Söhnchen geboren und er suchte ziemlich direkt nach der Brust, weshalb ich ihn dann auch direkt angelegt habe. Am Anfang fiel ihm das Saugen schwer und die Hebammen im Kreißsaal gaben mir ein Stillhütchen zur Unterstützung. Ich war zunächst zufrieden: er trinkt und mit einem Stillhütchen kann ich leben. Da der Kleine so leicht und klein war bekam er auch ab und an ein Fläschchen, welches er gierig trank und direkt wieder ausspuckte. Das deutete ich schließlich als Zeichen und verzichtete schließlich auf der Wöchnerinnenstation auf das fünfte Fläschchen, das mir gegeben wurde. Eine wundervolle Frau half mir außerdem beim Stillen. Wer genau sie ist, ist mir hier zu persönlich, aber ich bin ihr unglaublich dankbar. Sie sagte schließlich, ich brauche kein Stillhütchen und das Stillen klappte noch besser. Ich war sehr zufrieden. Weniger zufrieden waren die Hebammen auf der Entbindungsstation nach der Geburt. Sie setzten mich sehr unter Druck und meinten, ich solle den Kleinen alle 3 Stunden anlegen und gegebenenfalls wecken. Wollte ich früher als drei Stunden eine Hilfe beim Stillen bekam ich zu hören: „Es ist zu früh, dass Sie ihn jetzt anlegen.“ Dies machte mich sehr wütend: „Hallo, mein Kind hat Hunger?!“ Meine liebe Schwiegermutter sagte schließlich, ich soll mir keinen Stress machen, sondern ihn nach Bedarf stillen. Dies sagte zu Hause auch meine wundervolle, neue Hebamme. Diese meinte übrigens auch, dass in sehr vielen Krankenhäusern nach der Geburt Müttern dieser Stress gemacht wird. Also, bitte, bitte lasst euch nicht stressen.

Und so nahm das Ganze seinen Lauf und ich stillte sechs Monate lang voll und mein Sohn wuchs. Die Einführung der Beikost war zunächst etwas holprig und wurde dann auch entspannter. Beikost ist aber ein Thema für sich, das hier jetzt den Rahmen sprengt. Ich sage nur so viel: Der Kleine bekommt sowohl Gläschen, als auch selbst gekochten Brei, als auch Beikost nach der Baby-Led-Weaning-Methode. Mittlerweile ist er fast ein Jahr alt und signalisiert deutlich, dass er die Nahrung außerhalb der Muttermilch favorisiert und fordert sie ein. Dennoch möchte er immer wieder auch an die Brust und darf das dann natürlich auch. Insbesondere zum Einschlafen, Trösten und in der Nacht ist die Muttermilch noch unabdingbar. Aber ich habe auch gemerkt, dass er, wenn ich nicht da bin und mein Mann auf ihn aufpasst, auch ohne Brust einschlafen kann. Dazu muss ich sagen, dass mein Mann ein großartiger Vater ist, bei dem sich der Kleine richtig wohl fühlt.

Anpassungsstörungen bezüglich des Medikaments gab es übrigens keine. Mein Tipp ist hier einfach mit verschiedenen Ärzt*innen und einer guten Hebamme zu sprechen und eventuell auch mit der Embryotoxikologie der Berliner Charité zu telefonieren und anschließend das Kind zu beobachten und sich mit der behandelten Kinderärztin oder dem Kinderarzt kurzzuschließen.

In puncto Saugverwirrung, was man ja auch immer wieder hört, kann ich nichts beitragen. Mein Kleiner bekam nur viermal das Fläschchen und einen Schnuller hatte er auch nie. Ich würde nach Möglichkeit keinen Schnuller geben und die Flasche nur im Notfall und darauf achten, dass der Sauger brustähnlich geformt ist. Es gibt aber auch einfach Kinder, die damit keine Probleme haben. Aber auch hier gilt: Ich bin keine Still- und Lactationsberaterin. Im Zweifel immer an den Profi wenden.

Zu guter Letzt möchte ich noch darauf hinweisen, dass ich erneut schwanger bin und das auch schon im zweiten Trimester. Die Hälfte ist auch schon geschafft. Die genaue Schwangerschaftswoche möchte ich hier nicht nennen. Zum Thema „Stillen in der Schwangerschaft“ gibt es ja auch Kontroversen. Meine Recherchen haben ergeben, dass das in der Regel kein Problem ist. Ein Buch, das ich generell für die Schwangerschaft empfehlen kann ist dieses hier: https://amzn.to/2OKxPpU , ebenso wie https://amzn.to/2OVfWoa . Stillen in der Schwangerschaft ist grundsätzlich kein Problem, es sei denn, man neigt zu vorzeitigen Wehen oder hatte bereits Fehlgeburten in der Vergangenheit. Oft wird die Brust auch empfindlicher. Das habe ich gemerkt und ich bin allgemein relativ kraftlos. Die Quintessenz lautet jedenfalls, dass eine weitere Schwangerschaft an sich kein Grund zum Abstillen ist.

Das war meine Stillgeschichte. Was ich euch damit sagen möchte ist, dass ihr es ruhig probieren könnt, auch wenn andere euch vielleicht Druck machen. Aber bitte macht euch keinen Stress, wenn es nicht klappt. Man kann auch Stillen und Flasche geben. Wir leben im 21. Jahrhundert und haben hier so viele Möglichkeiten. Egal was ihr tut, es wird das Richtige für euch und euer Baby sein.

Ein kleiner Funfact als Post Scriptum: es gibt kein schönes, präsentables Stillfoto von meinem Sohn und mir. Deshalb gibt es diesen Beitrag ganz ohne Bild.

 

 

 

 

Die Sache mit der Nachhaltigkeit und dem Minimalismus — Wo ich schon bin und wo ich noch hinmöchte, was mir gelingt und woran ich scheitere

unbezahlte Werbung, da Markennennung

Guten Tag allerseits,

Ich bin zurück. Ich habe meine Masterarbeit abgegeben und habe nun deutlich mehr Zeit, auch zum Bloggen. Ein neuer Beitrag folgt genau jetzt:

Nachhaltigkeit ist ja so ein Thema, was mir ziemlich nahe geht. Und auch an mir ist die „Fridays for Future“-Bewegung nicht einfach vorbeigegangen. Ob das jetzt reine Symbolik ist, sei dahingestellt. Mich regt das Ganze trotz allem zum Nachdenken an. Denn ich bin eine erwachsene Frau, die am gesellschaftlichen Leben teilnimmt und außerdem habe ich ein Kind, das weiterhin auf diesem Planeten leben wird und wohl die Suppe für mein Verhalten auslöffeln muss. Deshalb ist es auch mein Ziel nachhaltiger zu leben und mit weniger Materiellem auszukommen. Manchmal ist das ja auch so eimfach umzusetzen, dass ich denke, „Warum tust du es dann nicht?“

Dies ist jetzt kein Blogpost mit Tipps für mehr Nachhaltigkeit, dazu gibt es deutlich inspirierendere BloggerInnen, die auch einen deutlich nachhaltigeren Lebenstil führen. Meine Lieblinge sind hier Langsam.Achtsam.Echt, Heylilahey, Subvoyage und Tea and Twigs um nur ein paar zu nennen. Lilies Diary finde ich auch total super, wenn es um das Thema Zero Waste geht. Hier geht es vielmehr um meinen Alltag und meinen (oft gescheiterten) Versuch Nachhaltigkeit und Minimalismus darin umzusetzen.

Was ich schon tue:

  • Wir alle wissen, dass Fliegen, insbesondere Fernflüge, alles andere als gut für die Umwelt sind. Ich bin ehrlich gesagt noch nie Langstrecke geflogen und mein letzter Flug liegt seit nun bald zwei Jahre zurück. Auch richtige Kurzstrecken innerhalb von Deutschland bin ich noch nie geflogen. Früher bin ich viel Zug gefahren. Zu dieser Zeit habe ich auch noch in Städten gewohnt, die bezüglich des öffentlichen Verkehrs gut bis sehr gut ausgebaut waren. Nun wohne ich in einer Stadt, in der das Gegenteil der Fall ist. Der Fernverkehr ist absolut furchtbar und mit meinem kleinen Sohn möchte ich das erst recht nicht machen. Allerdings wollen wir im September als Familie mit dem Zug nach Berlin fahren. Dies werden wir jedoch nicht von unserer Heimatstadt aus tun, sondern von der meiner Schwiegermutter, die besser angebunden ist. So legen wir nur einen kleinen Teil der Strecke mit dem Auto zurück. Ein Kompromiss also.
  • Womit ich in unserem Wohnort allerdings zufrieden bist, sind die öffentlichen Verkehrsmittel innerhalb der Stadt. Es ist also kein Problem den Bus zu nehmen. Alternativ erledige ich auch meine Strecken zu Fuß. Zum Glück wohne ich relativ zentral, was nicht immer der Fall war. Früher, bevor ich schwanger wurde, bin ich auch viel Fahrrad gefahren. Als in der Frühschwangerschaft die Blutungen kamen, habe ich mich nicht mehr getraut. Nachdem meinem Liebsten dann auch noch sein Rad geklaut wurde, ist er immer auf meines ausgewichen. Wir überlegen allerdings seit längerem uns einen Fahrradanhänger oder ein Lastenrad zu besorgen.  Letzteres könnte allerdings bei meiner geringen Größe eher problematisch werden. An unserem Wohnort kann man alternativ auch Fahrräder leihen. Auch Lastenräder. Vielleicht ist diese Option etwas für uns. Hat jemand von euch Erfahrungen und/oder Tipps mit Lastenrädern? Lasst es mich wissen.
  • Eine weitere simple Sache, die man eigentlich nicht mehr erwähnen muss: eine Stofftasche mit zum Einkaufen nehmen. Wenn man es mal vergisst, dann eine Papier- oder Stofftüte statt einer aus Plastik kaufen.
  • Obst und Gemüse, kann man entweder lose, in einem Obst-und Gemüsenetz oder in Papier verpackt einkaufen. Unsere Obst-und Gemüsenetze waschen sich allerdings nicht so gut. Kennt da jemand gute Marken?
  • Fleisch und Fisch konsumiere ich kaum und auch der Konsum von Milchprodukten hält sich bei mir in Grenzen. Das ist auch kein Verzicht für mich, aber komplett darauf zu verzichten würde mir schon eher schwer fallen.
  • Mittlerweile verzichte ich auch weitestgehend auf „scharfe“ konventionelle Putzmittel, da man so vieles mittels Essig, Zitronensäure, Soda oder Natron selbst herstellen kann und die Dinge auch so sauber werden. Ein weiterer Schritt ist nun auch einiges aufzubrauchen und versuchen sie selbst zu machen. Waschmittel soll ja recht einfach sein. Wir haben nur noch allerhand.
  • Kleidung kaufe ich nur noch sehr selten in konventionellen Läden. Inzwischen besteht das meiste meiner Garderobe und auch der meines Sohnes aus Fair Fashion oder Second Hand. Es gelingt mir auch immer mehr differenzierter zu kaufen. Gleiches gilt auch für das Spielzeug meines Sohnes, das langlebig und multifunktional ist. Allerdings ist mein Kleiner erst 10 Monate alt. Es wird sicherlich schwieriger, wenn er etwas älter ist, in den Kindergarten geht und gefühlt alle Kinder etwa das neueste Trendspielzeug aus Plastik haben und er es auch will. Das wird definitiv Diskussionspotenzial haben.

    BF14EFB4-225D-4B91-B37E-0E8C93869A64
    Meine wunderbare Tragejacke von Mamalila ist ein Allround-Talent. Durch den Tragetuch-Einsatz, der mit Reißverschlüssen abgenommen oder angebracht werden kann, kann man eben eine Trage darunter tragen und Mutter und Kind werden optimal gewärmt. Man kann sein Kind damit vor dem Bauch oder auf dem Rücken tragen. Die Jacke verfügt außerdem über einen Schwangerschaftseinsatz (den man allerdings extra kaufen muss), und macht sie so zu einer Umstandsjacke. Ohne die Einsätze ist sie eine ganz normale Jacke, die man sein ganzes Leben lang tragen kann. Darüber hinaus verfügt speziell diese Jacke über ein herausnehmbares Futter, was sie für verschiedene Jahreszeiten tauglich macht. 
  • Inzwischen kaufe ich auch keine Kosmetik mehr, in der Mikroplastik enthalten ist.
  • Seit ein paar Monaten achte ich auch auf palmölfreie Produkte. Ganz schön schwierig.

All dies sind Dinge, die eigentlich recht fest in meinen Alltag integriert sind. Aber es gibt sehr, sehr, sehr vieles, das mir nicht gelingt und das ich hier auch gar nicht schön reden will. Ich weiß nur, dass ich daran arbeiten muss.

  • Ich bestelle noch viel zu viel Online, was dann oft doppelt und dreifach in Plastik verpackt ist, oftmals aus dem super egoistischen Grund namens Bequemlichkeit.
  • Es gelingt mir nicht mein Deo selbst herzustellen oder mir mit Natron meine Haare zu waschen. Auch festes Shampoo habe ich noch nicht ausprobiert. Für das Deo habe ich wohl einfach noch nicht das richtige DIY-Rezept gefunden. Hat jemand Ideen? Und kann mir jemand ein gutes festes Shampoo empfehlen?
  • Wenn es schnell gehen muss und ich ungeduldig bin, bin ich oft zu faul meinem Sohn am Wasserhahn die Hände zu waschen, sondern nehme einfach ein Feuchttuch zum Wegwerfen und das, obwohl ich sogar schon Feuchttücher selbst gemacht habe. By the way: die von Elfenkind Berlin zum Selbstmachen finde ich richtig gut.
  • Ich kaufe viel zu viele Fertiggerichte, die dementsprechend Müll produzieren.
  • Auch habe ich einen unglaublichen Verbrauch an Küchenrollenpapier, auch wenn es ein Lappen und ein Tuch genauso tun würde.
  • Das finde ich das Schlimmste: ich plane meine Einkäufe und meine Gerichte viel zu schlecht, was dazu führt, dass ich immer noch viel zu viele Lebensmittel wegwerfe, auch weil ich den Überblick verliere, was eigentlich im Kühlschrank ist. So kann ich es nicht mal zu einem Foodsharing-Stand bringen, weil das Lebensmittel dann schon verdorben ist.

Dann gibt es noch ein paar Dinge, wo ich so in der Schwebe stehe auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit und absoluter Verschwendung. Ich bin dort in Kompromissstellung.

  • Wickeln: Da ich nachts und unterwegs Stoffwindeln oft nervig finde, haben wir den Weg für uns gefunden mit beidem zu wickeln. Sowohl mit Stoff- als auch mit Wegwerfwindeln. Da wir in letzter Zeit viel und lange draußen unterwegs waren, wurden es leider viele, viele Wegwerfwindeln. Nun beginnt aber der Herbst und wir sind bei Regen mehr in der Wohnung. Dort möchte ich auf jeden Fall wieder mehr mit Stoff wickeln. Auch hier wäre es ganz einfach eine Wetbag mitzunehmen. Eigentlich. Mal schauen, ob ich das irgendwann noch umsetze. Schwimmwindeln haben wir keine zum Wegwerfen.
  • Bezüglich der Kosmetik habe ich ja schon erwähnt, was mir schwerfällt. Eigentlich habe ich auch seit gefühlten 10000 Jahren Bücher, wie man Cremes selbst herstellt. Der Sauberkeit wegen habe ich mich daran noch nicht so getraut. Auch finde ich es schwer manche Zutaten zu bekommen. Was ich aber versuche, ist es Plastikverpackungen zu umgehen und meine Produkte stattdessen in Glastiegeln zu kaufen.
  • Meinen Rasierer aus Plastik möchte ich jetzt noch abnutzen und mir dann aber vielleicht auch mal einen Rasierhobel anschauen.
  • Generell versuche ich beim Einkaufen (wenn ich das nicht im Internet tue). Plastik zu umgehen. Auch das finde ich allerdings nicht so leicht.
  • Seit mein Sohn auf der Welt ist habe ich tatsächlich wenig Unnützes gekauft (von meiner oben genannten Lebensmittelverschwendung mal abgesehen). Das meiste Unnütze waren dann meiner Meinung nach schlechte Bücher und die muss man glücklicherweise nicht wegwerfen, sondern kann sie in öffentliche Regale stellen. Vielleicht können andere damit mehr anfangen.

Das ist bislang mein Weg in Richtung Nachhaltigkeit. Ich weiß, er ist ziemlich bescheiden, aber irgendwo muss auch ich ja mal anfangen.

Auf den Punkt Minimalismus wollte ich noch eingehen. Inzwischen bin ich mit relativ wenig Dingen zufrieden. Deko habe ich fast keine mehr und seit langem auch nichts mehr Neues gekauft. Einiges wird bei uns auch nur ersetzt, wenn es kaputt ist. Aber noch immer bin ich eine Fashionista und ich habe noch immer sehr viele Klamotten im Schrank. Allerdings gibt es mittlerweile fast kein ungetragenes Teil mehr in meinem Schrank. Auch bin ich fast die ganze Schwangerschaft mit meinem Sohn über ohne Umstandsmode ausgekommen. Ich habe mir vier Hosen und vier Kleider gekauft und das war eigentlich schon zu viel. Auch habe ich mir die Sachen recht spät gekauft und habe meinen Bauch so lange wie es ging ignoriert. Das hat wunderbar funktioniert. Ich bereue es nicht.

Was sind deine ultimativen Tipps? Wo kannst du Nachhaltigkeit und Minimalismus in deinen Alltag integrieren und wo fällt es dir schwer? Kennst du das mit den Kompromissen auch?

IMG_21975_klein

Passt auf euch auf.

Eure Lisa

Life Update

Hallo,

Ja, ich habe in letzter Zeit länger nichts geschrieben. Mein letzter Post ging über meinen (nicht so erfolgreichen) Versuch mit Kind zu studieren. Und dort bin ich noch mitten drin. Ende des Monats muss ich meine Masterarbeit abgeben. Ich kann sie auch nochmal verlängern würde sie jetzt aber tatsächlich gerne mal abschließen und das Thema einfach ad acta legen. Mit dem Abschluss des Studiums hängen noch mehr als der Abschluss generell zusammen. Es geht um eine gewisse Loslösung von einer Situation, die sehr ungesund für mich ist (ich möchte darauf jetzt nicht näher eingehen, da es zu komplex ist, um das hier niederzuschreiben. Auch möchte ich hier niemanden angreifen). Ich denke nicht, dass ich im Bereich der Linguistik weiter arbeiten möchte, sondern mich eher komplett umorientieren werde. Dazu kann ich tatsächlich mal etwas mehr schreiben.

Das Leben mit meiner kleinen Familie ist hingegen wunderschön. Unser Sohn entwickelt sich wunderbar. Er ist jetzt 7 1/2 Monate alt und zieht sich überall hoch und plappert seit ungefähr 2 Wochen wie ein Weltmeister. Er versucht mittlerweile auch ein paar Lebensmittel zu probieren, vor allem aber wird er gestillt und ich bin sehr dankbar, dass das so gut klappt. Er schläft nachts sehr gut. Er schläft quasi durch. Er wacht ab und an auf, wird gestillt und schläft dann wieder ein. Meistens bin ich vor ihm schon eingeschlafen. In naher Zukunft wollen wir uns ein Familienbett bauen. Wenn es fertig ist, werde ich das hier veröffentlichen. Dazu werde ich auch erklären, warum wir uns für ein Familienbett entschieden haben und warum wir es selbst bauen möchten und wie viel es gekostet hat, etc… Ich freue mich wahnsinnig drauf.

Auch freue ich mich sehr, dass ich nach meiner Masterarbeit wieder mehr bloggen kann.

Passt auf euch auf.

Liebe Grüße

Lisa

Über den (gescheiterten?) Versuch mit Kind zu studieren

Hallo zusammen,

Mein Sohn ist nun 6 Monate alt und entwickelt sich wundervoll, worfür ich sehr dankbar bin. Er ist ein freundliches Kind und der Umgang mit ihm ist im Großen und Ganzen nicht schwer. Ich persönlich mache vieles intuitiv.

Nun hätte ich nicht gedacht, dass ich jemals etwas zum Studieren mit Kind schreiben werde. Allerdings war ich mein komplettes Studium über etwas neidisch, wenn ich Studierende mit ihren Babys gesehen habe. Zwar hätte ich mir das fast nie eingestanden, aber mein Kinderwunsch bestand damals schon. Zudem komme ich aus einem Elternhaus, in dem mir eingebläut wurde, dass ich erst eine Ausbildung (oder im Idealfall ein Studium, was auch immer daran besser sein soll) abschließen und schließlich erstmal arbeiten sollte.

Ob der oben genannte Weg wirklich der leichtere, geweige denn der bessere wäre, kann ich nicht beurteilen. Ich urteile hier ohnehin nicht, denn jeder Mensch, jedes Kind, jede Familie und jede jeweilige Lebenssituation ist anders. Vieles ergibt sich sicherlich auch. Nun gut, der Kinderwunsch wuchs und wir dachten uns letztes Jahr, dass nun ein guter Zeitpunkt wäre damit anzufangen. Bei manchen Paaren dauert es schließlich auch eine Weile und wenn es direkt klappen sollte, wäre ich mit meiner Masterarbeit auf jeden Fall fertig. Und so klappte es tatsächlich direkt und ich dachte mir: Super! Nun bin ich im Sommer mit meiner Masterarbeit fertig und im Herbst kommt dann das Baby. Wie schön!

In der Schwangerschaft ging es mir dann sehr schlecht. Ob ich darüber etwas schreiben soll, weiß ich noch nicht. Jedenfalls hatte ich anderes im Kopf, als an meiner Masterarbeit zu sitzen. Zudem war das Thema nicht ganz optimal und mein betreuender Professor zu allem Unglück auch noch auf Forschungsreise. Alles in allem also mehr als suboptimal. Somit entschied ich mich die Masterarbeit zu verschieben.

Nun ist mein Sohn auf der Welt und ich muss gestehen, dass ich nicht wirklich voran komme. Ich versuche mir immer wieder Zeiträume einzuräumen, in denen ich schreiben kann, aber oft schreien ein Moment der Ruhe oder die Zweisamkeit mit meinem Mann lauter als die Masterarbeit. Zur Zeit bin ich offen gestanden am Überlegen, ob ich sie wirklich beenden soll. Ich kann in dieser Beziehung keine Ratschläge geben, halte aber auf jeden Fall alle auf dem Laufenden.

Mein Kleiner ist zumindest gern an der Uni. Gestern hat er den dortigen Familienraum für sich entdeckt. Vielleicht bietet dieser eine Möglichkeit ihn spielen zu lassen, während ich am Laptop sitze…

Hat jemand von euch Erfahrungen in diesem Bereich?