Von Fakenews, Wissenschaft und Emotionen

Dieser Blog ist eigentlich nicht sonderlich politisch oder wissenschaftlich. Natürlich kann man meine Ansichten zum Elternsein oder zum Stillen als politisch betrachten oder gar als Religionsersatz, was jedoch keineswegs mein Ziel ist. Ich empfinde dem auch nicht so.

Die wunderbare Mia von heylilahey hat in den letzten Tagen allerdings eine interessante Instastory erstellt, die auch in ihren Highlights steht. Wer also einen Instagram-Account hat, sollte dringend bei ihr vorbeischauen. Ich verlinke ihn hier.

Mia redet hier vor allem von Falschinformationen, die besonders, aber nicht nur, in Corona-Zeiten wie ein Lauffeuer verbreitet werden. Hierbei handelt es sich vor allem um Kritik an der Regierung, den etablierten Medien oder der Schulmedizin.

Mia spricht in diesem Zusammenhang das Thema Confirmation bias an, was so viel bedeutet wie Bestätigungsneigung, wobei Menschen dazu tendieren Informationen so auszuwählen und zu interpretieren, dass diese die eigenen Erwartungen bestätigen. Solche bleiben dann besser in Erinnerung, wobei auch Quellen, die gegensätzliche Informationen enthalten gemieden werden können.

Wieso ich das hier auch anspreche, wobei Mia das schon ausführlich erwähnt hat? Mia, die extrem viel Reichweite hat und die das Ganze als studierte Psychologin auch viel besser erklären kann?! Nun, Mia erklärt auch, dass gerade Politisches, Gesundheitliches oder anderes aus dem Interessensgebiet einen Menschen sehr emotional aufladen kann, sodass Confirmation Bias eben eine sehr große Rolle spielt, was dazu führt, dass vor lauter Emotionen nicht mehr nachgedacht wird, ob die Information nicht falsch sein könnte. Und eben über diese Emotionalität möchte ich hier schreiben.

Oftmals bin ich mit meinem Kopf in den Wolken, irgendwo anders, stecke emotional tief in etwas drin, bin naiv — eine gute Basis um potentielle Falschinformationen an mich heranzulassen.

Ich bin generell ein Mensch, der sich schnell von Emotionen leiten lässt und oftmals naiv und leichtgläubig ist und eben vor lauter Emotionen das Hinterfragen vergisst. So bin ich anfällig für Fake News oder Informationen, die auf Halbwissen basieren. Oftmals bestätigt solch ein halbwahrer Artikel gerade meine Emotionen oder einen Teil meiner Ansichten, klicke ich mich aber durch zwei weitere Ecken lande ich in einem Netz aus Verschwörungstheorien, rechtem Gedankengut und Ähnlichem, wo es mir kalt den Rücken herunterläuft.

Das Problem an der ganzen Sache ist, dass mein emotional aufgeladenes Gehirn nur schwer in der Lage ist all dies zu filtern und richtig einzuordnen und so kann es durchaus vorkommen, dass rechtes, verschwörungstheoretisches Gedankengut auf mich einprasselt und ein Stück weit indoktriniert, bis ich schließlich wie gelähmt bin, mich selbst nicht wiedererkenneund komplett verunsichert bin. Auf diese Weise haben all diese Rechten und Verschwörungstheoretiker ihr Ziel erreicht: Leute schleichend zu locken und anschließend zu indoktrinieren. Das ist wahnsinnig gruselig.

Nun haben viele oftmals weder die Zeit, noch die Nerven, noch den Bildungshintergrund um seriöse wissenschaftliche Studien richtig zu verstehen. Auch ich nicht. Ich habe Linguistik studiert und nicht Medizin, Wirtschaft, Politikwissenschaft oder ähnliches. Auch bin ich keine Semantikerin, jedoch lassen mich hin und wieder ein paar reißerische Formulierungen aufhorchen. Dennoch: einiges kommt schleichend und ich muss es immer wieder hinterfragen.

Besteht Interesse an einem Artikel über Sprache und Rassismus?

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