Es ist nicht leicht den Bedürfnissen von allen gerecht zu werden

Eigentlich hatte ich ja ein wenig Selfcare-September angekündigt und nun ist der Monat schon zu einem Drittel vorüber und ich habe noch nichts dergleichen veröffentlicht. Ein bisschen auf Instagram, wovon ich doch lieber ein wenig fern bleiben wollte.

Wenn sich doch nur alle Bedürfnisse so einfach stillen ließen…

Nun gut, eigentlich dachte ich, dass es den September über ganz gut läuft. Ja, ich tue was für mich, ohne dass die Kinder wirklich zu kurz kommen. Läuft ganz gut. Ich kann die Balance ganz gut halten. Und es haben ja alle was davon, wenn ich ein bisschen Geld verdienen werde und mich weiter bilde. Schließlich geht es darum meine Familie zu ernähren… Bis ich heute darauf hingewiesen wurde, dass eine Person unfassbar viel zu kurz kommt: mein Mann!

Ja, mein Mann, der heiß geliebte Papa meiner Kinder, dieser zierliche, intelligente Mensch, in den ich mich damals verliebt habe, wird ganz schön von mir vernachlässigt und kann, unter anderem aufgrund meines doch recht egoistischen Selbstverwirklichungstrip, auf dem ich gerade bin, eben beruflich und privat, nicht so Gas geben, wie er will.

Und dabei tue ich ihm unrecht. Denn er hat sich schon mehrfach für mich stark zurückgenommen, zum Beispiel, als ich letztes Jahr meine Masterarbeit schrieb, von der Unterstützung in der Schwangerschaft und im Wochenbett ganz zu schweigen.

Ich muss meine Bedürfnisse ein wenig zurückstellen und wir müssen unseren Alltag noch einmal anders strukturieren, sodass es uns allen besser geht. Das ist unglaublich wichtig für einen achtsamen und nachhaltigen Lebensstil und ich ärgere mich einerseits über mich und bin andererseits so froh, dass ich darauf hingewiesen wurde, bevor es möglicherweise zu spät ist.

Diese Balance zu halten ist sicherlich niemals ganz einfach und wird auch immer relativ kompliziert bleiben. Versuchen wir unser Bestes…

Hat hier jemand Tipps?

6 Kommentare zu „Es ist nicht leicht den Bedürfnissen von allen gerecht zu werden

  1. Liebe Lisa, das Thema 8 ist wohl zu groß, um es erschöpfend in einem Blogkommentar zu behandeln.

    Ich wage trotzdem ein paar kurze Anmerkungen (auch für mich selber als Rückversicherung – es ist schließlich ein Weg, kein Ziel): Ja, die eigene Entwicklung braucht Zeit. Die hat du dann für anderes nicht. Es lohnt aber, Zeit nicht als Nullsummenspiel zu betrachten.

    Und: manchmal hilft Objektivierung. Der mental load Rechner kann dabei eine Hilfe sein. Du findest ihn hier: https://www.feministmotherhood.de/2019/10/12/der-erste-mental-load-selbsttest-oder-schluss-mit-der-romantik/ der hilft ziemlich gut, zu sehen, ob ihr die Last vorher gleich geteilt habt oder jetzt gleich teilt oder wie es so steht. Natürlich kommen noch andere Dinge dazu: woher kommt das Geld, wie sind eure Zeitpläne, wie läuft die Kinderbetreuung…

    Herzliche Grüße ❤️

    Katharina

    1. Vielen herzlichen Dank, liebe Katharina. Den kannte ich noch nicht und ich werde mir den Rechner mal anschauen. Und natürlich ist Zeit kein Nullsummenspiel. Sonst würde man ja nur noch aufrechnen und zu nichts mehr Schönem kommen: nicht alleine, nicht als Familie, nicht als Paar, …

      1. Und nun habe ich natürlich den Kommentar nicht zu Ende geschrieben. Hinzu kommt auch noch, das habe ich nicht erwähnt, dass wir unterschiedlich abschalten und entspannen können. Er kann das beispielsweise ganz gut durch Fernsehen oder lesen, ich muss etwas schreiben und meinen Kopf nochmal fördern.

        Liebe Grüße und besten Dank zurück
        Lisa

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