Gedanken vor dem ersten Geburtstag meines Kindes

Es ist so weit. Morgen wird mein Kleiner ein Jahr alt. Der kleine Junge, bei dem ich lange überlegt hatte, ob ich wirklich bereit für ihn bin. Er wurde in eine verrückte Zeit hineingeboren.

Die Zeit kurz vor seiner Geburt war rückblickend sehr unbeschwert und so besonders. Mein Großer und ich versuchten sie zusammen zu genießen. Ich fühlte mich in meiner Schwangerschaft fit und so gingen wir regelmäßig auf Spielplätze und in Elterncafés und schmiedeten Pläne für die Zeit nach der Geburt seines Bruders. — Jaja, die besondere Zeit vor dem Lockdown.

Die Geburt des Kleinen war nicht unbeschwerlich, aber ich freute mich ihn in meinen Armen halten zu dürfen. Diesen kleinen Schatz, der seinem Bruder so ähnelt und doch so verschieden von ihm ist.

Das Wochenbett war im Großen und Ganzen sehr schön und kuschelig. Da ich mich schnell wieder fit fühlte, waren wir viel draußen und das gute Wetter machte gewissen Babyblues-Anflügen recht schnell den Garaus.

Wie klein er da noch war …

Der Kleine schlief ganz anders als der Große und war auch deutlich ruhiger. Seit einiger Zeit wissen wir jedoch, dass auch er ein richtiger Frechdachs ist, der nun auch herumwuseln kann. Sein Gesicht ist braver und weniger verschmitzt als das seines Bruders, aber auch dahinter verbirgt sich Schalk.

Mein Kleiner Musik liebst du noch mehr als dein Bruder, du plapperst gerne, aber Bücher darf man dir nicht vorlesen. Die isst du lieber auf. Dein Lieblingsspielzeug ist stets das, was dein Bruder gerade hat. Mal sehen, wann du anfängst zu laufen. Krabbelnd entdeckst du die Welt ja schon länger, aber Schuhe gefallen dir besonders gut — vor allem im Mund. Mit deinem Wuschelkopf bereitest du uns besonders viel Freude. Dein neustes Hobby ist das Trommeln auf deiner Blechtrommel, äh, auf dem Windeleimer, den du bei Gelegenheit auch gerne mal ausräumst. 
Ich liebe dich, mein Kleiner!

Wie schon so oft erwähnt, war der Zeitpunkt, an dem der Kleine zu uns kam, genau richtig.

Schön, dass du da bist, kleiner Wirbelwind!

Er ist ein fester Bestandteil unsrer Familie — einzigartig und nicht mehr wegzudenken. Danke, dass du zu uns kamst.

Es ist möglich, dass er unser letztes Kind ist. Das macht mich bekanntlich sehr traurig und ich habe den Abschied vom Kinderwunsch noch nicht verarbeitet. Umso kostbarer war das erste Babyjahr mit ihm und umso dankbarer muss ich sein. Natürlich auch für den Großen…

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